Josef Pröll

Event VÖT
9. 4. 2019 Österreichische Botschaftsresidenz

Im Rahmen unserer Serie "Elder Statesmen" dürfen wir den ehemaligen österreichischen Politiker DI Josef Pröll (ÖVP) bei uns begrüßen. Diese Veranstaltung findet am Dienstag, dem 9. April, um 18.30 Uhr (Einlass ab 18.00 Uhr) in der Österreichischen Botschaftsresidenz statt. Im Anschluß an den Vortrag dürfen wir zu einem kleinen Cocktailempfang einladen.

Er war von Dezember 2008 bis April 2011 Vizekanzler und Bundesminister für Finanzen der Republik Österreich. Von 2008 bis 2011 war er Bundesparteiobmann der ÖVP.

Aktuell ist er NÖ. Landesjägermeister und Präsident des Kuratoriums der Leopold-Figl-Stiftung.

Josef Pröll war Referent der Niederösterreichischen Landes-Landwirtschaftskammer und Referent im Österreichischen Bauernbund. Er wirkte als Assistent der EU-Abgeordneten Agnes Schierhuber, als Direktor des Wiener Bauernbundes, als Kabinettschef des Bundesministers Wilhelm Molterer und als Direktor des Österreichischen Bauernbunds. Vom 28. Februar 2003 bis 2. Dezember 2008 (Bundesregierungen Schüssel II und Gusenbauer) war er Landwirtschafts- und Umweltminister.

Pröll war Leiter einer ÖVP-Perspektivengruppe, die 2007 Vorschläge für eine Neuausrichtung der Partei ausarbeitete. Nach Verlusten bei der Wahl am 1. Oktober 2006 versuchte die ÖVP eine gesellschaftspolitisch liberalere Linie zu finden. Dabei kam es zu Konflikten zwischen dem katholisch-konservativen und dem liberalen Flügel der Partei. Die Presse bewertete das Ergebnis der Perspektivengruppe als „eine positive Überraschung: Liberal, ohne auf konservative Wurzeln zu vergessen.“

Einen Tag nach der Nationalratswahl in Österreich 2008 trat Josef Pröll neben Wilhelm Molterer als geschäftsführender Parteiobmann auf. Am 28. November 2008 wurde er auf dem Parteitag der ÖVP in Wels mit 89,6 % der Delegiertenstimmen zum neuen Bundesparteiobmann gewählt. Wenige Tage zuvor hatte er die Koalitionsverhandlungen mit der SPÖ über eine neuerliche Regierungszusammenarbeit zum Abschluss gebracht.

Am 2. Dezember 2008 wurde Josef Pröll als Finanzminister und Vizekanzler in der Bundesregierung unter Bundeskanzler Werner Faymann angelobt.

Sein Versprechen von 2008 „Wir wollen Steuern senken, wir wollen den Familien helfen, das wird rasch jetzt umgesetzt“ musste Pröll – bedingt durch die wirtschaftlichen Entwicklungen des Jahres 2009 – bald revidieren, unter seiner Ägide wurde ein Sparpaket verabschiedet.

Nach einer Lungenembolie im März 2011 gab Pröll, damals 42 Jahre alt, am 13. April 2011 aus gesundheitlichen Gründen den Rückzug aus allen seinen politischen Ämtern bekannt. Als seinen Nachfolger als ÖVP-Obmann und Vizekanzler schlug er Außenminister Michael Spindelegger vor. Dieser bestimmte als Nachfolgerin für das Finanzministerium Maria Fekter. Die Ablöse in den Regierungsfunktionen erfolgte am 21. April 2011 und jene für das Parteiamt am Bundesparteitag am 20. Mai 2011.

Mit 1. Juli 2011 wurde Josef Pröll Vorstandssprecher des zur Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien gehörenden Mischkonzerns Leipnik-Lundenburger. Am 14. April 2012 hat er das Amt des Landesjägermeisters von Christian Konrad übernommen. Seit 5. September 2012 ist er Präsident der Ludwig Boltzmann Gesellschaft.

Bitte melden Sie sich möglichst rasch an.

 


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